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Selbstständig im Handwerk – So kommst du als Meister oder Ein-Mann-Betrieb an einen Kredit

Hallo zusammen, Alex hier. Heute geht’s um eine ganz bodenständige, aber oft unterschätzte Berufsgruppe: selbstständige Handwerkerinnen und Handwerker. Ob als Fliesenleger, Elektrikerin, Schlosser, Maler oder Tischlerin – wer sich im Handwerk selbstständig macht, hat meistens viel zu tun, aber auch hohe Investitionen zu stemmen.
Ich habe selbst einige Kunden aus dem Handwerksbereich betreut, und eins ist klar: Ohne Transporter, Werkzeug, Maschinen, Material und gegebenenfalls Mitarbeitende läuft nichts. Doch gerade kleinere Handwerksbetriebe tun sich oft schwer, wenn’s um eine Finanzierung geht – obwohl sie wirtschaftlich gut dastehen.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du als Handwerksmeister oder Solo-Selbstständiger im Handwerk an einen Kredit kommst, welche Förderungen es gibt und was du beim Finanzierungsantrag unbedingt beachten solltest.


1. Warum Handwerker oft bessere Karten haben, als sie denken

Viele denken: „Ich bin nur ein kleiner Betrieb, wer gibt mir schon Geld?“ Dabei sehen Banken Handwerksbetriebe grundsätzlich positiver als viele andere Branchen – aus gutem Grund:

  • Klare Dienstleistungen mit realem Mehrwert
  • Regelmäßige Aufträge durch Mundpropaganda oder Gewerbekunden
  • Meist stabile Einnahmen, auch in Krisenzeiten
  • Überschaubare Risiken bei guter Betriebsführung

Das Problem liegt oft eher bei der Präsentation der Zahlen – und genau da setzen wir an.


2. Wofür brauchen Handwerker Kredite?

Ein paar Klassiker aus der Praxis:

  • Neuer Transporter oder Ersatz für einen alten
  • Maschinen, Geräte, Werkzeuge
  • Betriebserweiterung (z.?B. neue Halle, zweites Fahrzeug)
  • Materialvorfinanzierung für größere Aufträge
  • Digitalisierung (z.?B. Zeiterfassung, Rechnungssoftware)
  • Zwischenfinanzierung bei Zahlungszielen von Gewerbekunden

Das Gute: Diese Investitionen sind meist konkret, nachvollziehbar und wertsteigernd – ideale Voraussetzungen für einen Kredit.


3. Kreditarten, die sich für Handwerker eignen

a) KfW-Kredite für kleine Unternehmen

Die KfW-Bank bietet speziell für Handwerksbetriebe passende Programme:

  • ERP-Gründerkredit – StartGeld (für Betriebe unter 5 Jahre alt)
  • KfW-Unternehmerkredit (für etablierte Betriebe)
  • KfW-Kredit für Wachstum und Digitalisierung

Vorteile:

  • Günstige Zinsen
  • Lange Laufzeiten
  • Tilgungsfreie Anlaufphase
  • Oft ohne klassische Sicherheiten möglich

Wichtig: Antrag läuft über deine Hausbank – sprich dort gezielt den KfW-Wunsch an!


b) Investitionskredit über deine Hausbank

Wenn du z.?B. ein Fahrzeug oder eine Maschine finanzieren willst, geht das auch über einen klassischen Ratenkredit:

  • Feste Laufzeit
  • Meist mit dinglicher Sicherheit (z.?B. das Fahrzeug selbst)
  • Transparent und planbar

Am besten: Angebot vom Händler beilegen und genau angeben, wofür du das Geld brauchst.


c) Mikrokredit für kleinere Beträge

Wenn’s „nur“ um eine Werkzeugausstattung, ein neues Gerät oder Material für einen Auftrag geht, reicht oft ein Mikrokredit:

  • 1.000 – 25.000 €
  • Ohne lange Bonitätsprüfung
  • Entscheidungsorientiert am Vorhaben

Anbieter:

  • Deutsches Mikrokreditinstitut
  • iwoca
  • auxmoney

Ideal für Solo-Handwerker mit überschaubarem Kapitalbedarf.


d) Leasing statt Kauf

Gerade bei teuren Maschinen, Fahrzeugen oder IT-Lösungen kann Leasing sinnvoll sein:

  • Kein hoher Kapitalbedarf auf einmal
  • Planbare monatliche Raten
  • Steuervorteile durch Betriebsausgabe

Tipp: Viele Händler bieten Leasing direkt mit an – einfach mitrechnen lassen.


4. Was solltest du bei der Antragstellung beachten?

a) Klare Auflistung deiner Investitionen

Beispiel:

  • Transporter: 18.000 €
  • Werkzeug (Set + Spezialgerät): 5.000 €
  • Software: 1.200 €
  • Werbung (Website, Flyer): 800 €

Gesamt: 25.000 € ? Kreditanfrage genau darauf abstimmen.


b) Einnahmen- und Auftragslage dokumentieren

Zeig auf:

  • Welche Aufträge du in den letzten 12 Monaten hattest
  • Welche laufenden Verträge oder Stammkunden es gibt
  • Wie deine monatlichen Durchschnittseinnahmen aussehen

Du brauchst keine BWA vom Steuerberater – oft reicht eine gut geführte Einnahmenübersicht.


c) Saubere Trennung von privat und geschäftlich

Auch bei einem Ein-Mann-Betrieb solltest du getrennte Konten führen. Das zeigt Struktur und hilft bei der Bonitätsbewertung.


5. Förderungen für Handwerksbetriebe – unbedingt prüfen!

Viele Handwerkskammern und Bundesländer bieten:

  • Zuschüsse für Digitalisierung
  • Investitionsförderung für bestimmte Gewerke
  • Beratungsförderung für Betriebsführung, Nachfolge oder Expansion

Frag bei deiner HWK oder dem regionalen Wirtschaftsförderungsbüro nach – oft gibt’s mehr als man denkt.


Als Handwerker kommst du leichter an einen Kredit, als du vielleicht glaubst

Du musst kein großes Bauunternehmen sein, um finanzierungsfähig zu sein. Auch als Fliesenlegerin mit Transporter oder Elektriker mit Werkstatt kannst du ein starkes Kreditprofil abgeben – wenn du deine Zahlen kennst und dein Vorhaben klar darstellen kannst.

Egal ob Werkzeug, Transporter oder Lagerausbau – mit einem sauberen Plan, realistischen Umsätzen und dem richtigen Ansprechpartner stehen dir viele Wege offen.

Du willst wissen, wie du dein Vorhaben am besten präsentierst? Oder hast du schon Erfahrungen mit Finanzierungen im Handwerk gemacht? Ich freue mich auf den Austausch.

Kredit für Selbstständige in der Gastronomie – Zwischen Kochlöffel und Kassenbuch

Hallo zusammen, Alex hier. Heute geht’s mal um eine ganz besondere Gruppe von Selbstständigen: Gastronom:innen. Also all jene, die Restaurants, Cafés, Foodtrucks, Imbisse oder Bistros betreiben – oder betreiben wollen.
Ich hatte selbst mal ein kleines Café-Projekt mit einem Freund gestartet. Spoiler: Es war viel anstrengender als gedacht – aber auch eine extrem lehrreiche Zeit. Und spätestens, wenn’s um Geld geht, wird’s ernst. Küchengeräte, Einrichtung, Lieferverträge, Miete, Personal – alles will bezahlt werden, oft noch bevor der erste Espresso über die Theke geht.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du als selbstständige:r Gastronom:in an einen Kredit kommst, welche Besonderheiten du beachten musst – und warum der Businessplan nicht nur Papierkram, sondern deine Eintrittskarte zum Geldgeber ist.


1. Warum Gastro-Betriebe bei Kreditgebern nicht immer hoch im Kurs stehen

Ganz ehrlich: Banken lieben Planungssicherheit. Die gibt’s in der Gastronomie aber eher selten. Die Risiken aus Sicht der Kreditgeber:

  • Hohe Anfangsinvestitionen
  • Schwankende Umsätze (z.?B. saisonal)
  • Abhängigkeit von Lage, Wetter, Personal und Trends
  • Vergleichsweise hohe Ausfallquoten in der Branche

Das heißt nicht, dass du keine Chance auf einen Kredit hast – aber du musst überzeugender auftreten als andere.


2. Was du als Gastronom:in für eine Finanzierung brauchst

a) Einen soliden Businessplan

Kein Blabla. Sondern:

  • Was bietest du an (Konzept, Zielgruppe)?
  • Warum genau dieses Lokal, dieser Standort?
  • Wie hoch sind Investitionen, wie viel brauchst du?
  • Welche Umsätze planst du – realistisch?
  • Was unterscheidet dich vom Dönerladen um die Ecke oder vom dritten Café in der Straße?

Dein Businessplan ist dein Ticket zum Kredit – also investier da lieber ein paar Stunden mehr.


b) Finanzierungsbedarf klar beziffern

Beispiel:

  • Einrichtung Küche: 15.000 €
  • Kaffeemaschine & Theke: 8.000 €
  • Miete & Kaution: 6.000 €
  • Werbung & Website: 2.000 €
  • Erstausstattung Getränke/Lebensmittel: 5.000 €
  • Rücklage für 3 Monate Betrieb: 10.000 €

Gesamt: 46.000 € ? Kreditantrag auf z.?B. 50.000 €

Wenn du das so darstellst, wirkt das deutlich professioneller als „Ich brauche halt so 50.000 Euro für mein Restaurant.“


c) Einnahmen realistisch planen

Die Bank will sehen:

  • Wie viel Gäste brauchst du täglich, um deine Kosten zu decken?
  • Welche Marge hast du bei Speisen und Getränken?
  • Was bleibt nach Miete, Wareneinsatz, Personal, Versicherung?

Wenn du hier realistisch bleibst, sammelst du Pluspunkte. Lieber ein konservativer Plan, der aufgeht – als Traumumsätze ohne Substanz.


3. Welche Kredite eignen sich für die Gastronomie?

a) KfW-Kredite für Gründer:innen und bestehende Betriebe

Perfekt für größere Vorhaben mit längerem Vorlauf.

Beispiel:

  • ERP-Gründerkredit – StartGeld (bis 125.000 €)
  • KfW-Unternehmerkredit (für bestehende Gastronom:innen, Betrieb länger als 5 Jahre)

Vorteile:

  • Niedrige Zinsen
  • Lange Laufzeiten
  • Tilgungsfreie Anfangszeit möglich

Achtung: Antrag läuft über deine Hausbank – also vorher Termin machen und Unterlagen vorbereiten.


b) Mikrokredite für kleinere Investitionen oder Anlaufkosten

Wenn du z.?B. einen Imbiss aufbaust oder dein bestehendes Lokal modernisieren willst, reicht oft ein kleiner Kredit.

  • 1.000 bis 25.000 €
  • Keine Sicherheiten nötig
  • Schnelle Entscheidung

Anbieter:

  • Deutsches Mikrokreditinstitut
  • Iwoca
  • auxmoney

c) Leasing für Ausstattung

Gerade in der Gastronomie ist Leasing beliebt – für:

  • Kaffeemaschinen
  • Kühltechnik
  • Kassensysteme
  • Möbel

Vorteile:

  • Kein hoher Kapitalbedarf
  • Planbare Raten
  • Steuerlich absetzbar

d) Kredit über Plattformen (P2P)

Wenn die Bank zögert, kannst du auch über Plattformen gehen – z.?B. auxmoney oder Funding Circle. Hier punkten besonders:

  • Ein authentisches Konzept
  • Deine Motivation
  • Deine bisherige Gastro-Erfahrung

Tipp: Zeig Bilder vom Standort, deinem Team, deiner Karte – das macht Eindruck.


4. Fehler, die Gastronom:innen bei Krediten häufig machen

Fehler 1: Umsätze zu optimistisch kalkulieren
60 Gäste pro Tag ab Woche 1? Vielleicht lieber mit 20 starten – und dann langsam steigern.

Fehler 2: Keine Puffer einplanen
In den ersten Monaten läuft’s oft schleppend an – kalkuliere Reserven für Miete, Personal und Wareneinsatz.

Fehler 3: Alles über einen Kredit finanzieren wollen
Wenn möglich, bring Eigenkapital mit – das wirkt positiv auf die Kreditentscheidung.


5. Noch ein Tipp: Förderprogramme für Gastro-Gründer:innen

In vielen Bundesländern gibt’s spezielle Förderungen für die Gastronomie:

  • Investitionszuschüsse
  • Beratungsförderung
  • Unterstützung bei der Digitalisierung (z.?B. digitale Kasse, Online-Reservierung)

Erkundige dich bei:

  • IHK
  • Landesförderinstituten
  • Gründerzentren in deiner Stadt

Kredit in der Gastronomie? Ja – aber mit Plan, Herz und Zahlen

Ob Restaurant, Bar, Café oder Foodtruck – mit dem richtigen Konzept, realistischen Zahlen und etwas Eigenleistung bekommst du auch als Gastro-Selbstständige:r einen Kredit.

Wichtig ist:

  • Zeig, dass du weißt, was du tust
  • Mach klar, wie du Geld verdienen wirst
  • Und zeig, dass du auch durch schwierige Monate kommst

Die Gastronomie ist kein Zuckerschlecken – aber mit Leidenschaft und einer durchdachten Finanzierung kann’s der beste Job der Welt sein.

Hast du ein Lokal gegründet oder planst du gerade eins? Ich bin gespannt auf deine Geschichte.

Selbstständig mit schwacher Bonität – So bekommst du trotzdem eine Finanzierung

Hallo zusammen, Alex hier. Heute mal ein Thema, das nicht besonders glamourös ist, aber verdammt real: schwache Bonität. Ob durch eine schwierige Auftragslage, eine alte Rechnung, die du mal zu spät gezahlt hast, oder weil du einfach noch nicht lange genug im Geschäft bist – es kann schnell passieren, dass dein Bonitätsscore nicht gerade glänzt.
Und genau dann wird’s knifflig: Du brauchst einen Kredit, aber die Bank sagt Nein. Die Plattformen zögern. Selbst das Leasing für ein neues Notebook wird abgelehnt.

Aber: Eine schwache Bonität bedeutet nicht, dass du keine Finanzierung bekommst. Du musst nur wissen, wo und wie du ansetzt. Ich zeig dir, wie ich’s gemacht hab – und was du daraus mitnehmen kannst.


1. Was bedeutet eigentlich „schwache Bonität“ für Selbstständige?

Bonität ist im Grunde nichts anderes als die Einschätzung deiner Zahlungsfähigkeit. Und die basiert auf:

  • deiner Schufa-Auskunft
  • deiner bisherigen Zahlungshistorie
  • deinen Einnahmen (z.?B. laut Steuerbescheid, BWA, EÜR)
  • deiner Branchenzugehörigkeit (ja, auch das zählt…)
  • eventuellen Sicherheiten

Und ganz ehrlich: Als Selbstständiger ist dein Score schneller mal durchwachsen. Nicht weil du pleite bist, sondern weil dein Einkommen schwankt oder du mal in Zahlungsverzug warst. Das kann schon reichen.


2. Was du als Erstes tun solltest: Bonität checken

Bevor du irgendwo einen Antrag stellst, hol dir eine Selbstauskunft von der Schufa (einmal jährlich kostenlos auf www.meineschufa.de).

Achte auf:

  • Falsche oder veraltete Einträge
  • Einträge, die längst erledigt, aber nicht als „erledigt“ markiert sind
  • Überflüssige oder doppelte Daten

Korrigiere, was geht. Das bringt oft schon ein paar Prozentpunkte.


3. Finanzierungsmöglichkeiten trotz schwacher Bonität

a) Mikrokredit

  • Beträge zwischen 1.000 und 25.000 €
  • Ideal für kleinere Investitionen
  • Kein perfekter Score nötig – entscheidend ist dein Vorhaben

Anbieter:

  • Deutsches Mikrokreditinstitut
  • Iwoca
  • FinCompare

Wichtig: Bereite deine Unterlagen sauber vor (auch wenn sie nicht perfekt sind). Zeig, wofür du das Geld brauchst – und wie du es zurückzahlst.


b) Kredit über P2P-Plattformen

Plattformen wie auxmoney oder Smava vergeben Kredite auch bei mittelmäßiger oder schwacher Bonität.

Vorteile:

  • Du präsentierst dich und dein Business
  • Private Investoren entscheiden, nicht nur der Algorithmus
  • Oft fairere Bewertung deiner Selbstständigkeit

Nachteil: Die Zinsen sind höher – dafür bekommst du aber oft überhaupt erst die Chance.


c) Kredit mit zweitem Kreditnehmer oder Bürgen

Wenn du jemanden hast, der mit einsteigt – z.?B. Partner:in oder Familienmitglied –, verbessert das deine Chancen enorm.

  • Gemeinsame Bonitätsprüfung
  • Sicherheit für die Bank
  • Risiko wird aufgeteilt

Aber: Klare Absprachen! Finanzielle Verstrickungen unter Freunden oder in der Familie können auch schiefgehen.


d) Sachwert als Sicherheit

Manchmal reicht ein Fahrzeug, ein Gerät oder eine policierte Lebensversicherung als Sicherheit.

Du sagst also sinngemäß: „Wenn ich nicht zahlen kann, habt ihr wenigstens was davon.“ Klingt hart, aber ist ein legitimer Weg.


4. Was geht NICHT (oder nur mit Vorsicht)?

Kredite ohne Schufa aus dem Ausland
Oft locken Anbieter mit „schufafreien“ Krediten – meist aus Liechtenstein oder der Schweiz. Klingt verlockend, ist aber oft teuer, riskant oder schlicht unseriös.

Achte darauf:

  • Keine Vorkosten
  • Klare Vertragsbedingungen
  • Kein Druck per Telefon oder E-Mail

Wenn du zweifelst: Finger weg.


5. Alternativen zur klassischen Finanzierung

Leasing statt Kauf

Manche Anbieter vergeben auch Leasingverträge bei schwächerer Bonität – z.?B. für Geräte, Fahrzeuge, Ausstattung.

Vorteile:

  • Planbare monatliche Raten
  • Kein Kapitalbedarf auf einmal
  • Steuervorteile

Factoring (für B2B-Freelancer)

Wenn du an Geschäftskunden schreibst, kannst du deine Rechnungen vorfinanzieren lassen.

Du bekommst das Geld sofort – das Factoring-Unternehmen kümmert sich um den Rest.


6. Langfristig: So verbesserst du deine Bonität als Selbstständiger

  • Rechnungen pünktlich zahlen
  • Kredite nicht überziehen oder wild durcheinander anfragen
  • Keine unnötigen Ratenkäufe oder Kreditkarten
  • Saubere Trennung zwischen privat und geschäftlich
  • Rücklagen aufbauen – auch kleine!

Und: Zeig Kontinuität. Wenn du ein Jahr lang regelmäßig Einnahmen hast und keine Auffälligkeiten produzierst, steigt deine Kreditwürdigkeit automatisch.


Auch mit schwacher Bonität kannst du finanzieren – mit Strategie statt Schönrederei

Die Zeiten, in denen du mit einem mittelmäßigen Score völlig chancenlos warst, sind vorbei. Du musst dich nur gut vorbereiten, ehrlich mit deiner Situation umgehen – und die richtigen Türen anklopfen.
Kleiner Kredit, klarer Zweck, realistische Rückzahlung – das geht. Und mit jedem erfolgreichen Schritt verbesserst du auch deine Bonität für die Zukunft.
Ich hab selbst klein angefangen. Und ja, meine Bonität war auch mal alles andere als bankfreundlich. Aber heute läuft’s – Schritt für Schritt.

Wie hast du’s geschafft? Oder hängst du gerade in der Bonitätsfalle fest? Lass uns drüber sprechen.

Selbstständig und kurzfristig auftragslos – So sicherst du deine Liquidität in mageren Zeiten

Hallo zusammen, Alex hier. Heute spreche ich über eine Situation, die viele von uns Selbstständigen früher oder später trifft – auch mich hat sie nicht nur einmal erwischt: Plötzlich sind keine neuen Aufträge da. Die Pipeline ist leer. Der Kalender auch. Und auf dem Konto wird’s eng.
Das kann nach einem Großprojekt passieren, nach einem Urlaub, weil ein Kunde abgesprungen ist oder – ganz klassisch – in der typischen Nebensaison (Sommerloch oder Jahresanfang, irgendwas ist ja immer). Die Frage ist dann: Wie überbrücke ich die Zeit, ohne direkt in Panik zu verfallen oder Schulden anzuhäufen?
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du als kurzfristig auftragsloser Selbstständiger handlungsfähig bleibst, welche Finanzierungs- und Einkommensmöglichkeiten es gibt – und wie du solche Phasen in Zukunft besser abfederst.


1. Kurz durchatmen: Auftragslosigkeit ist (meist) temporär

Das Wichtigste zuerst: Du bist nicht gescheitert, nur weil gerade keine neuen Jobs reinkommen. Das passiert selbst den erfolgreichsten Freelancer:innen, Agenturen oder Solo-Selbstständigen.

Das Entscheidende ist nicht die Leere im Kalender – sondern dein Umgang damit.


2. Was du jetzt sofort tun kannst – ohne Kredit

a) Offene Rechnungen eintreiben

Wenn du noch offene Zahlungen aus früheren Projekten hast: Jetzt ist der richtige Moment, sie einzufordern. Freundlich, aber bestimmt.

b) Einnahmenvorschau aktualisieren

Was ist sicher in den nächsten Wochen? Gibt es Kunden, die bald wieder buchen könnten? Gibt es geplante Zahlungen?

c) Kosten stoppen, wo’s geht

  • Nicht genutzte Tools kündigen oder pausieren
  • Stundung bei Vermietern oder Versicherern anfragen
  • Werbung pausieren, wenn sie aktuell keine Wirkung hat

Auch kleine Summen machen in Summe einen Unterschied.


3. Finanzierungsmöglichkeiten bei kurzfristigem Engpass

a) Kontokorrentkredit oder Dispo fürs Geschäftskonto

Wenn du regelmäßig Einnahmen auf deinem Geschäftskonto hast, bietet dir deine Bank womöglich einen kleinen Überziehungsrahmen.

  • Flexibel
  • Schnell eingerichtet
  • Ideal für 1–2 Monate Überbrückung

Achtung: Zinsen liegen meist über 8 %, also nur für kurzfristige Nutzung geeignet.


b) Mikrokredit für Selbstständige

Wenn du eine Investition planst (z.?B. in Werbung, Weiterbildung, neue Tools), kann ein Mikrokredit helfen – gerade in der Ruhephase.

  • 1.000 bis 25.000 €
  • Ohne klassische Sicherheiten
  • Anbieter: iwoca, Mikrokreditinstitut, auxmoney

Konditionen sind oft fairer als bei klassischen Banken – wichtig ist, dass du den Nutzen der Investition klar darstellst.


c) Privatkredit zur Überbrückung

Wenn du noch aus früheren Angestelltenzeiten eine gute Bonität hast, kannst du ggf. einen kurzfristigen Ratenkredit über dein Privatkonto bekommen.

Wichtig: Nutze ihn gezielt, nicht als „Allgemeinkasse“. Und plane realistisch, wann du die Raten wieder stemmen kannst.


4. Alternative Wege zu Einkommen ohne neue Kunden

a) Minijob oder temporärer Nebenverdienst

Gerade in Auftragsflauten kann ein kleiner Nebenjob für ein paar Wochen Wunder wirken. Ob Lagerarbeit, Kurierdienst oder Online-Tätigkeit – besser als Däumchen drehen.

b) Produkte statt Dienstleistungen

Hast du Inhalte, die du in Form bringen kannst?

  • E-Book
  • Mini-Kurs
  • Vorlagen
  • Online-Workshops

Einmal erstellt, können diese auch in Zukunft passiv etwas einbringen.

c) Netzwerke aktivieren

Oft warten Aufträge nicht „im Internet“, sondern in deinem Netzwerk. Eine kurze Rundmail, ein LinkedIn-Post, ein Telefonat mit einem alten Kunden – und plötzlich kommt ein Projekt reingeflattert.


5. Was du NICHT tun solltest

Fehler 1: Schnellkredit aus Panik aufnehmen
Wenn du nicht weißt, wie du das Geld zurückzahlen willst, machst du dir nur mehr Druck.

Fehler 2: In der Flaute einfach weitermachen wie bisher
Nutze die Zeit strategisch – für Optimierung, Weiterbildung, neue Angebote, Steuerkram oder Website-Updates.

Fehler 3: Alles allein durchstehen wollen
Sprich mit Kolleg:innen, deinem Steuerberater oder sogar deiner Hausbank. Manchmal helfen kleine Hinweise oder Zahlungsaufschübe enorm.


6. Langfristig besser aufstellen für die nächste Flaute

Puffer aufbauen – auch wenn’s schwerfällt

Selbst 5–10 % vom Monatsgewinn beiseitezulegen, bringt dich auf Dauer in eine bessere Position.

Fixkosten regelmäßig prüfen

Abo-Modelle, Tools, Versicherungen – vieles lässt sich optimieren, ohne auf Qualität zu verzichten.

Zweitstandbein entwickeln

Viele Selbstständige kombinieren projektbasiertes Arbeiten mit dauerhaftem Einkommen (z.?B. durch einen Online-Shop, Lizenzverkäufe, Mitgliedschaftsmodelle etc.).


Auftragslose Phasen sind normal – du musst nur vorbereitet sein

Die große Kunst in der Selbstständigkeit ist nicht, jede Woche ausgebucht zu sein. Es ist, mit Schwankungen umzugehen, ohne in Existenzpanik zu verfallen.
Mit klarem Kopf, schlauer Planung und einer Prise Kreativität kannst du auch magerere Zeiten überstehen – und vielleicht sogar neue Angebote entwickeln, die dich langfristig unabhängiger machen.
Ich selbst habe in so mancher Flaute meine besten Ideen entwickelt – nicht unter Druck, aber mit Fokus.

Wie gehst du mit auftragsfreien Phasen um? Schreib mir gern – ich bin gespannt auf deine Strategien.

Freelancer auf Projektbasis – So kommst du auch ohne feste Aufträge an eine Finanzierung

Hallo zusammen, Alex hier. Wenn du als Freelancer arbeitest – ob als Texterin, Entwickler, Grafiker, Übersetzer oder Berater – dann kennst du das Auf und Ab: Ein Monat mit drei Projekten, im nächsten ist plötzlich Funkstille. Klingt nach Freiheit, fühlt sich aber manchmal ganz schön wacklig an – vor allem finanziell.
Das größte Problem: Diese Unregelmäßigkeit ist bei der Bank nicht gern gesehen. Denn wenn du keinen festen Vertrag, kein geregeltes Monatsgehalt und keine garantierten Folgeaufträge hast, fragt sich der Kreditberater schnell: „Wie will der oder die das eigentlich zurückzahlen?“

Trotzdem: Du kannst auch als Freelancer mit Projektarbeit an Geld kommen – für Investitionen, Übergangsphasen oder neue Ideen. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Kreditgeber von dir überzeugst, welche Finanzierungswege besonders geeignet sind und worauf du achten solltest.


1. Warum Projektarbeit für Banken schwierig ist – aber kein K.-o.-Kriterium

Freelancer haben oft keine langfristigen Verträge, sondern arbeiten von Projekt zu Projekt – oft kurzfristig, flexibel, ohne Garantien.

Für Kreditgeber bedeutet das:

  • Kein sicheres monatliches Einkommen
  • Keine Planbarkeit
  • Höheres Risiko

Aber: Wer regelmäßig gebucht wird, ein starkes Netzwerk hat und seine Einnahmen gut dokumentiert, ist längst nicht unzuverlässig. Du musst das nur zeigen – schwarz auf weiß.


2. Die richtige Vorbereitung: So überzeugst du trotz Projektarbeit

a) Durchschnittseinnahmen der letzten 12 Monate aufzeigen

Erstelle eine Übersicht: Monat für Monat, was du eingenommen hast. Zeige, dass du trotz Schwankungen gut wirtschaftest.

b) Auftraggeberliste & Projektübersicht

Liste deine letzten Projekte auf – mit Auftraggebern, Laufzeiten und Honoraren. Je namhafter, desto besser.

c) Ausblick auf kommende Projekte (sofern vorhanden)

Wenn du bereits lose Zusagen hast oder in Gesprächen für Folgeprojekte bist, erwähne das. Das zeigt Perspektive.

d) Rücklagen oder Alternativen aufführen

Wenn du Notfallreserven, Nebenjobs oder andere Einkommensquellen hast, nenne sie. Auch das senkt das Risiko.


3. Die besten Finanzierungsarten für Freelancer

a) Mikrokredit (1.000–25.000 Euro)

Gerade bei Investitionen in Technik, Weiterbildung, Website oder Marketing ist ein Mikrokredit ideal.

  • Kein langfristiger Vertrag nötig
  • Entscheidung oft innerhalb weniger Tage
  • Anbieter: Deutsches Mikrokreditinstitut, iwoca, auxmoney

Wichtig: Erkläre genau, wofür du das Geld brauchst – und wie es dein Business stabilisiert oder voranbringt.


b) Kredit über Plattformen mit Menschen statt Algorithmen

P2P-Kredite (z.?B. über auxmoney) setzen nicht nur auf deinen Schufa-Score, sondern auf deine Persönlichkeit und dein Vorhaben.

Vorteile:

  • Ideal für Soloselbstständige ohne feste Aufträge
  • Flexible Beträge
  • Möglichkeit zur persönlichen Darstellung

Hier ist dein Pitch entscheidend – nicht dein Arbeitsvertrag.


c) Ratenkredit auf privater Basis

Wenn du als Freelancer halbwegs stabile Einnahmen hast, kannst du auch einen normalen Ratenkredit beantragen – z.?B. für private Zwecke wie Auto, Einrichtung oder Notfallpuffer.
Wichtig: Trenne privat und geschäftlich sauber, auch wenn du den Kredit über dein Privatkonto laufen lässt.


d) Betriebsmittelkredit über Geschäftskonto

Einige Banken bieten Geschäftskonten mit Kreditrahmen (ähnlich einem Dispo) – gerade für Selbstständige mit regelmäßigen Zahlungseingängen.

  • Flexibel
  • Zinsen nur auf abgerufenes Geld
  • Ideal bei Auftragsschwankungen

4. Was du als Freelancer unbedingt vermeiden solltest

Fehler 1: Einnahmen überschätzen
Plane lieber konservativ – nicht jedes Angebot wird auch ein Auftrag.

Fehler 2: Kredit aufnehmen ohne Plan
„Ich brauch einfach mal Geld“ ist kein Finanzierungszweck. Zeig, was du vorhast.

Fehler 3: Alles gleichzeitig wollen
Neues Equipment, Büro, Marketing und Rücklagen auf Pump? Lieber eine Sache nach der anderen.


5. Alternativen zum Kredit für Projekt-Freelancer

Factoring für Projektabrechnungen

Falls du regelmäßig Rechnungen schreibst (z.?B. mit 30 Tagen Zahlungsziel), kannst du sie vorfinanzieren lassen – du bekommst das Geld sofort, zahlst aber eine kleine Gebühr.

Leasing statt Kauf

Für Laptop, Kamera, Software etc. ist Leasing oft die bessere Lösung – geringe Raten, keine hohe Einmalzahlung.

Rücklagen clever aufbauen

Auch mit kleinen Summen (z.?B. 10?% vom Honorar) kannst du einen Puffer schaffen – und dich bei der nächsten Durststrecke selbst überbrücken.


Auch ohne feste Aufträge kommst du als Freelancer an Geld – mit dem richtigen Auftritt

Projektbasiertes Arbeiten ist keine Schwäche. Es ist modern, flexibel und funktioniert – wenn man es gut organisiert. Banken und Kreditgeber verstehen das nicht immer sofort – aber du kannst sie überzeugen.
Mit einem Überblick über deine letzten Einnahmen, deinen Projekthintergrund, einem realistischen Finanzierungsziel und etwas Selbstbewusstsein hast du gute Chancen auf eine Finanzierung, die zu deinem Leben passt.

Ich bin selbst viele Jahre projektweise unterwegs gewesen – und hab mit etwas Vorbereitung alle nötigen Investitionen stemmen können.

Wie gehst du mit Auftragsschwankungen um? Oder hast du schon eine Finanzierung auf Projektbasis durchgezogen? Schreib mir gern – ich bin gespannt.