Archiv der Kategorie: Meine Erfahrungen

Selbstständig mit schwankenden Einnahmen – So gelingt die Kreditaufnahme trotzdem

Hallo zusammen, Alex hier. Wenn du wie ich selbstständig bist, kennst du das Problem: Mal kommt in einem Monat richtig gut Geld rein, mal eher weniger. Und gerade diese Schwankungen machen es oft schwer, bei der Bank einen Kredit zu bekommen. Denn: Die wollen am liebsten gleichmäßige Einnahmen, feste Raten, verlässliche Sicherheiten.

Aber so funktioniert Selbstständigkeit eben nicht immer. Ich hab’s mehrfach erlebt – mal lief’s super, dann plötzlich ein Auftrag weniger, eine Rechnung verspätet bezahlt – und schon war’s vorbei mit der schönen Planung. Deshalb habe ich im Laufe der Zeit ein paar Strategien entwickelt, wie man auch mit unregelmäßigem Einkommen eine Finanzierung bekommt. Genau darum geht’s in diesem Artikel.


1. Warum schwankende Einnahmen bei der Kreditvergabe problematisch sind

Banken mögen Sicherheit – am besten in Form von:

  • Regelmäßigen Geldeingängen
  • Festem Gehalt
  • Planbaren Rückzahlungen

Bei uns Selbstständigen sieht die Realität anders aus:

  • Monat A: 5.000 Euro Umsatz
  • Monat B: 900 Euro
  • Monat C: Rechnung offen, Kunde zahlt erst später

Für die Bank ist das ein Risiko. Denn sie fragen sich: Was, wenn der Kreditnehmer mal drei Monate kaum Einnahmen hat – kann er dann überhaupt noch die Raten zahlen?


2. Vorbereitung ist alles: So überzeugst du trotz Einnahmeschwankungen

Das A und O bei der Kreditaufnahme mit schwankenden Einnahmen ist eine gute Vorbereitung. Du musst nicht perfekt sein – aber transparent und nachvollziehbar.

a) Durchschnittliche Einnahmen nachweisen

Statt nur die letzten drei Monate vorzulegen, solltest du besser den Durchschnitt der letzten 12 bis 24 Monate zeigen. So sehen Kreditgeber:

  • Wie viel du im Schnitt einnimmst
  • Wie groß die Schwankungen wirklich sind
  • Dass du mit dem Auf und Ab umgehen kannst

Am besten funktioniert das mit einer Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) oder einer selbst erstellten Übersicht auf Monatsbasis.

b) Rücklagen aufzeigen

Wenn du Rücklagen gebildet hast – auf einem Geschäftskonto, Tagesgeld oder in bar – erwähne das unbedingt. Es zeigt, dass du in guten Monaten vorsorgst.

c) Klare Finanzplanung präsentieren

Du solltest genau wissen:

  • Wofür brauchst du den Kredit?
  • Wie willst du ihn zurückzahlen – auch in schlechteren Monaten?
  • Welche Fixkosten hast du und wie sicherst du sie ab?

Ein einfacher Finanzplan, auch auf einer Seite, hilft oft mehr als ein 30-seitiger Businessplan.


3. Die besten Kreditarten bei unregelmäßigen Einnahmen

Nicht jeder Kredit passt zu jedem Geschäftsmodell. Wenn du Einnahmen hast, die mal rauf, mal runter gehen, könnten diese Optionen für dich passen:

a) Kontokorrentkredit (flexible Kreditlinie)

  • Funktioniert wie ein Dispo für dein Geschäftskonto
  • Du ziehst nur dann Geld, wenn du’s brauchst
  • Zinsen zahlst du nur für den genutzten Betrag
  • Ideal für kurzfristige Engpässe

Nachteil: Zinsen sind oft höher als bei klassischen Ratenkrediten. Dafür bleibst du flexibel.


b) Mikrokredit

  • Beträge bis 25.000 Euro
  • Weniger strenge Anforderungen als bei großen Krediten
  • Anbieter: Mikrokreditinstitute, auxmoney, iwoca

Vorteil: Der Fokus liegt auf deinem Geschäftsvorhaben, nicht nur auf deiner Bonität.


c) Kredit mit flexibler Rückzahlung

Manche Anbieter (vor allem Online-Plattformen) ermöglichen flexible Rückzahlungen – etwa:

  • Pausieren in umsatzschwachen Monaten
  • Höhere Raten, wenn’s besser läuft
  • Sondertilgungen ohne Aufpreis

Beispiel: iwoca bietet genau solche flexiblen Modelle an, speziell für Selbstständige.


d) Kredit über Privatpersonen (P2P-Plattformen)

Auf Plattformen wie auxmoney kannst du dein Vorhaben vorstellen und von privaten Investoren finanzieren lassen.

  • Bonität ist wichtig, aber auch dein Geschäftsmodell zählt
  • Du kannst dein Einkommen und deine Arbeitsweise erklären
  • Die Raten werden vorab festgelegt, aber die Bewertung ist oft menschlicher als bei Banken

4. Alternativen zum Kredit bei schwankendem Einkommen

Wenn ein klassischer Kredit nicht passt, gibt es andere Wege:

Factoring

Wenn du Rechnungen schreibst, die erst in 30 oder 60 Tagen bezahlt werden, kannst du sie vorfinanzieren lassen – du bekommst das Geld sofort und zahlst eine kleine Gebühr.

Leasing statt Kauf

Ob Technik, Auto oder Büroausstattung – Leasing ist planbar und schont die Liquidität.

Crowdfunding

Wenn du ein Produkt oder Projekt planst, kannst du über Plattformen wie Startnext oder Kickstarter Kunden finden, bevor du überhaupt startest.


5. Fehler vermeiden bei der Finanzierung

Fehler 1: Du verschweigst die Schwankungen
Banken merken es sowieso. Offenheit schafft Vertrauen.

Fehler 2: Du planst mit Maximalumsätzen
Das kann gut gehen – muss es aber nicht. Plane lieber konservativ.

Fehler 3: Du willst zu viel auf einmal
Lieber klein starten, als dich in schlechten Monaten zu übernehmen.


6. Fazit: Auch mit schwankenden Einnahmen kannst du an einen Kredit kommen

Selbstständigkeit ist nicht gleich Unsicherheit – aber sie erfordert Planung. Wer seine Einnahmen kennt, Rücklagen bildet und clever rechnet, kann auch mit unregelmäßigen Umsätzen überzeugend auftreten.
Ob Mikrokredit, flexible Finanzierung oder kurzfristiger Überbrückungskredit – es gibt Wege. Du musst sie nur kennen und mutig, aber ehrlich in die Gespräche mit Kreditgebern gehen.

Wie gehst du mit schwankenden Einnahmen um? Und hast du schon mal erfolgreich finanziert? Ich freue mich auf deine Geschichte.

Selbstständig und kein Einkommen – Gibt es trotzdem Kredite?

Hallo zusammen, Alex hier. Heute spreche ich mal ein Thema an, über das viele ungern reden: Was tun, wenn man selbstständig ist, aber aktuell kein oder kaum Einkommen hat? Die Auftragslage ist schlecht, ein Kunde ist abgesprungen, oder man steckt gerade in der Aufbauphase.
Und trotzdem: Du brauchst Geld. Für einen neuen Laptop, für laufende Fixkosten, vielleicht sogar fürs Überleben. Aber wie soll das gehen ohne regelmäßige Einnahmen? Gibt es da überhaupt eine Chance auf einen Kredit?
In diesem Artikel zeige ich dir, welche Optionen du hast, worauf du achten solltest und warum „kein Einkommen“ nicht automatisch heißt, dass du keine Finanzierung bekommst.


1. Was bedeutet „kein Einkommen“ bei Selbstständigen eigentlich?

„Kein Einkommen“ heißt selten, dass gar kein Geld kommt – sondern meist:

  • Einnahmen sind unregelmäßig oder stark schwankend
  • Die letzten Monate waren schwach
  • Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen
  • Steuerbescheide oder BWAs zeigen ein Minus

Gerade bei Gründern oder in schwierigen Zeiten ist das nicht ungewöhnlich. Banken tun sich in solchen Fällen aber besonders schwer – weil sie nicht sicher sein können, ob du den Kredit zurückzahlen kannst.


2. Chancen auf einen Kredit ohne regelmäßiges Einkommen – realistisch oder nicht?

Ganz ehrlich: Die Chancen bei klassischen Banken sind eher gering, wenn du keine Einnahmen nachweisen kannst. Aber es kommt immer auf die Gesamtsituation an. Es gibt Alternativen und Wege, trotzdem an Geld zu kommen.

Ein paar Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Hast du in der Vergangenheit stabile Umsätze gehabt?
  • Hast du Rücklagen oder Vermögenswerte?
  • Gibt es zusätzliche Einkünfte (z.?B. durch eine Teilzeitstelle, Partnereinkommen, Mieteinnahmen)?
  • Wie hoch ist dein Finanzierungsbedarf?
  • Wie dringend ist die Situation – geht es um eine Überbrückung oder einen Neustart?

Je klarer du diese Fragen beantworten kannst, desto besser kannst du einschätzen, ob ein Kredit sinnvoll und machbar ist.


3. Diese Kreditarten kommen auch bei geringem oder keinem Einkommen infrage

a) Mikrokredite – für kleine Summen bis 25.000 Euro

Mikrokredite richten sich speziell an Selbstständige mit geringem Kapitalbedarf. Sie werden oft auch an Gründer oder Personen mit schwächerer Bonität vergeben.

Vorteile:

  • Kein fester Einkommensnachweis erforderlich
  • Fokus liegt auf dem Vorhaben und deiner Motivation
  • Schnelle Auszahlung möglich

Anbieter:

  • Deutsches Mikrokreditinstitut
  • Iwoca
  • FinTechs wie auxmoney oder Smava

Wichtig: Ein überzeugender Plan, wofür das Geld genutzt wird, ist hier oft wichtiger als vergangene Umsätze.


b) Privatkredite über Kreditplattformen

Plattformen wie auxmoney ermöglichen Kredite über private Investoren, die andere Maßstäbe als Banken anlegen.

Besonderheiten:

  • Du kannst dein Vorhaben persönlich beschreiben
  • Einkommensnachweise sind nicht immer zwingend erforderlich
  • Auch Personen mit schlechter Bonität können Chancen haben

Aber: Die Zinsen können höher ausfallen, und die Auszahlung ist nicht garantiert – es hängt davon ab, ob sich genug Investoren finden.


c) Ratenkredit auf Basis von Miteinkommen

Wenn du verheiratet bist oder in einer Partnerschaft lebst und dein Partner ein stabiles Einkommen hat, könnt ihr gemeinsam einen Kredit aufnehmen.

  • Partner mit eintragen als zweiter Kreditnehmer
  • Bonität wird kombiniert geprüft
  • Höhere Wahrscheinlichkeit auf Bewilligung

Das setzt natürlich Vertrauen voraus – aber manchmal ist es die pragmatischste Lösung.


d) Kredit mit Sicherheiten

Wenn du selbst kein laufendes Einkommen hast, kannst du unter Umständen über Sicherheiten einen Kredit bekommen.

Beispiele:

  • Fahrzeug oder Immobilie als Sicherheit
  • Lebensversicherung mit Rückkaufswert
  • Wertpapiere oder Erbanteile

Der Kreditgeber prüft dann nicht primär deine Einnahmen, sondern den Wert der Sicherheit.


4. Alternativen zum Kredit – wenn eine Finanzierung zu riskant ist

Manchmal ist ein klassischer Kredit einfach nicht die richtige Lösung. Dann können Alternativen helfen:

a) Ratenzahlung mit Lieferanten oder Vermieter

Statt Geld zu leihen, kann es sinnvoller sein, direkt mit Gläubigern zu sprechen. Viele sind offen für:

  • Aufschub von Zahlungen
  • Ratenvereinbarungen
  • Stundungen ohne zusätzliche Zinsen

Das entlastet dich kurzfristig, ohne neue Schulden zu machen.

b) Überbrückung durch kurzfristigen Minijob

Ein vorübergehender Nebenjob kann nicht nur Einkommen bringen, sondern auch deine Bonität verbessern – selbst 450 oder 520 Euro monatlich machen in der Haushaltsrechnung einen Unterschied.

c) Unterstützung vom Jobcenter oder Sozialamt

Falls du wirklich gar keine Einnahmen mehr hast, kann ein Antrag auf Grundsicherung nötig sein – auch als Selbstständiger.

Es gibt auch spezielle Programme zur Wiedereingliederung für Selbstständige, z.?B. den sogenannten Einstiegsgeld-Zuschuss bei ALG II.


5. Wichtiger Hinweis: Kein Kredit ohne Rückzahlungsplan

Auch wenn du gerade in einer schwierigen Situation bist: Überlege dir gut, wie realistisch eine Rückzahlung ist. Ein Kredit sollte helfen, eine Engpassphase zu überbrücken oder neue Einnahmen zu ermöglichen – nicht zusätzliche Probleme schaffen.

Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Wie viel Zeit brauchst du, bis wieder Einnahmen kommen?
  • Was passiert, wenn es länger dauert?
  • Ist der Kreditbetrag wirklich nötig – oder geht es auch kleiner?
  • Kannst du im Notfall auf Unterstützung zurückgreifen (Familie, Freunde, Partner)?

Je klarer du das für dich beantwortest, desto sinnvoller ist die Entscheidung.


6. Fazit: Auch ohne Einkommen ist eine Finanzierung möglich – aber mit Augenmaß

Wenn du aktuell kein regelmäßiges Einkommen hast, heißt das nicht, dass du automatisch vom Kreditmarkt ausgeschlossen bist. Es gibt Möglichkeiten – über Mikrokredite, Kreditplattformen, Sicherheiten oder Partnerschaften.

Aber: Du solltest ehrlich mit dir selbst sein, wie tragfähig deine aktuelle Situation ist. Nicht jeder Kredit ist sinnvoll, und nicht jeder Engpass muss mit neuem Geld überbrückt werden.

Manchmal ist eine Umstrukturierung, ein neuer Nebenjob oder einfach ein kleinerer, flexibler Plan die bessere Lösung.

Ich war auch schon in Phasen, in denen das Geld knapp war – und ich weiß, wie schnell man in den „Ich-brauch-jetzt-unbedingt-Geld“-Modus gerät. Aber genau dann ist ein kühler Kopf wichtig.

Warst du schon mal in einer ähnlichen Situation? Ich freue mich auf deine Erfahrungen.

Kredit für Saisonbetriebe – Finanzierung trotz schwankender Einnahmen

Hallo zusammen, Alex hier. Wer wie ich schon länger selbstständig ist, weiß: Nicht jedes Geschäft läuft das ganze Jahr gleich gut. Gerade in saisonalen Branchen – etwa in der Gastronomie, im Tourismus, im Gartenbau oder auch im Einzelhandel mit starker Weihnachtszeit – gibt es Monate mit viel Umsatz, aber eben auch Phasen, in denen kaum etwas reinkommt.

Und genau da wird es oft schwierig mit der Finanzierung. Denn Banken lieben Verlässlichkeit – und saisonale Schwankungen passen da nicht so recht ins Bild. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du auch mit einem saisonabhängigen Geschäft an einen Kredit kommst, was du vorbereiten solltest und welche Alternativen du kennst.


1. Was sind saisonale Geschäftsmodelle?

Saisonbetriebe sind Unternehmen, bei denen der Umsatz stark von bestimmten Jahreszeiten oder Ereignissen abhängt.

Typische Beispiele:

  • Eisdielen, Biergärten, Weihnachtsmärkte
  • Reisebüros, Ferienwohnungen, Campingplätze
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Eventdienstleister, Fotografen, Floristen
  • Einzelhändler mit Fokus auf Ostern, Weihnachten, Schulbeginn etc.

In der Hochsaison brummt das Geschäft, in der Nebensaison lebt man oft von Rücklagen – oder sucht nach einer Finanzierung.


2. Warum ist ein Kredit bei saisonalen Einnahmen schwierig?

Die Herausforderung liegt in der unregelmäßigen Liquidität. Viele Banken erwarten gleichmäßige Einnahmen und stabile Rückzahlungsfähigkeit. Bei Saisonbetrieben sieht das oft so aus:

  • Sehr hohe Einnahmen auf wenige Monate verteilt
  • Dazwischen monatelange Durststrecken
  • Kaum gleichmäßige monatliche Überschüsse
  • Risiko, dass ein schlechtes Jahr direkt ein Loch reißt

Das bedeutet für Kreditgeber: höheres Ausfallrisiko. Entsprechend vorsichtig sind viele Banken, wenn sie saisonale Betriebe bewerten.


3. Wie erhöhst du deine Chancen auf einen Kredit als Saisonbetrieb?

Es ist nicht unmöglich – aber du musst deine Zahlen gut kennen und überzeugend präsentieren.

a) Einnahmenverlauf der letzten 2–3 Jahre dokumentieren

Je länger du im Geschäft bist, desto besser. Zeig auf:

  • Welche Monate besonders stark sind
  • Wie viel Umsatz du jährlich insgesamt machst
  • Wie du die schwachen Monate überbrückst (z.?B. durch Rücklagen, Nebenverdienste)
  • Welche Fixkosten durchgängig bestehen

Erstelle eine einfache Tabelle mit den Umsätzen pro Monat – das wirkt nachvollziehbar und zeigt, dass du dein Geschäft verstehst.

b) Rücklagenmanagement und Zahlungsfähigkeit betonen

Wenn du beweisen kannst, dass du auch in der Nebensaison deine laufenden Kosten decken kannst, steigen deine Chancen auf einen Kredit.

Wichtig:

  • Rücklagen auf separatem Geschäftskonto
  • Notfallplan für Einnahmeausfälle
  • Klare Übersicht über laufende Ausgaben

Zeige auf, dass du nicht jeden Cent sofort ausgibst, sondern mit Weitblick planst.

c) Tilgungsfreie Anfangszeit oder flexible Rückzahlungsmodelle vereinbaren

Viele Banken bieten Kredite mit tilgungsfreier Zeit an – das kann dir helfen, in der Nebensaison nicht unter Druck zu geraten.

Frage nach:

  • Saisonbedingter Ratenanpassung
  • Sondertilgungsmöglichkeiten in starken Monaten
  • Tilgungsfreier Anlaufphase (z.?B. 6–12 Monate)

Das zeigt, dass du vorausschauend planst und kein Risiko eingehen willst.


4. Welche Kreditarten sind für Saisonbetriebe geeignet?

a) Betriebsmittelkredit

Ideal, um laufende Kosten in der Nebensaison zu decken – etwa Miete, Personal oder Lagerkosten.

  • Laufzeit meist 6–36 Monate
  • Flexibel einsetzbar
  • Rückzahlung in monatlichen Raten

b) Kontokorrentkredit

Eine Kreditlinie auf deinem Geschäftskonto, die du flexibel nutzen kannst – wie ein Dispo für Unternehmer.

  • Zinsen nur auf den abgerufenen Betrag
  • Ideal für kurzfristige Engpässe
  • Wichtig: Rückzahlung in der Hochsaison einplanen

c) KfW-Kredite für bestehende Unternehmen

Falls du länger als 5 Jahre am Markt bist, kannst du über deine Bank einen KfW-Unternehmerkredit beantragen.

  • Zinsgünstig
  • Bis zu 100.000 Euro ohne Sicherheiten möglich
  • Laufzeiten bis zu 10 Jahre

Auch Investitionen in Ausstattung, Digitalisierung oder Lagerkapazitäten lassen sich so finanzieren.

d) Mikrokredite für kleine Finanzierungsbedarfe

Wenn du keine große Summe brauchst (z.?B. für Wareneinkauf vor der Saison), reicht oft ein Mikrokredit.

  • 1.000 bis 25.000 Euro
  • Schnell beantragt, wenig Bürokratie
  • Anbieter: Deutsches Mikrokreditinstitut, auxmoney, iwoca

5. Alternativen zur klassischen Finanzierung

Factoring

Falls du Rechnungen schreibst (z.?B. als Gartenbauer oder Eventdienstleister), kannst du diese an ein Factoring-Unternehmen verkaufen.

  • Sofortige Liquidität
  • Kein Kredit im klassischen Sinn
  • Gebühren zwischen 1–5 Prozent

Leasing statt Kredit

Für Fahrzeuge, Maschinen oder Technik kann Leasing sinnvoll sein – vor allem, wenn du deine Liquidität nicht belasten willst.

  • Keine hohe Einmalzahlung
  • Planbare monatliche Raten
  • Steuerlich absetzbar

6. Fazit: Auch als Saisonbetrieb kannst du finanzieren – mit dem richtigen Plan

Saisonale Selbstständigkeit ist kein Ausschlusskriterium für eine Finanzierung – aber sie braucht mehr Vorbereitung.

Wichtig ist:

  • Transparenz über Einnahmen und Ausgaben
  • Realistische Planung der Rückzahlung
  • Flexibilität bei Kreditwahl und Rückzahlungsmodell

Wenn du zeigen kannst, dass du dein Geschäft auch in der Nebensaison im Griff hast, wirst du ernst genommen – und bekommst die Chance, zu wachsen.

Hast du ein saisonales Business und bereits Erfahrungen mit Finanzierungen gesammelt? Ich freue mich auf den Austausch.

Kredit für Gründer – Selbstständig von Anfang an finanzieren

Hallo zusammen, Alex hier. Wer gründet, hat meistens mehr Ideen als Kapital. So war es bei mir auch. Die Motivation ist groß, der Businessplan steht (meistens zumindest), aber für den ersten großen Schritt fehlt das Geld.

Ein Büro, Ausstattung, Website, Werbung, vielleicht ein Fahrzeug – all das kostet. Doch wie kommt man als Gründer an einen Kredit? In diesem Artikel zeige ich dir, welche Finanzierungen es für Selbstständige in der Gründungsphase gibt, worauf Banken achten und welche Alternativen du als Gründer kennen solltest.


1. Kredit für Gründer – geht das überhaupt ohne Umsatz?

Kurz gesagt: Ja, aber du musst mehr Überzeugungsarbeit leisten als jemand, der schon drei Jahre selbstständig ist.

Banken und Kreditgeber wollen wissen, dass dein Vorhaben realistisch ist. Wenn du noch keinen Umsatz hast, kommt es auf andere Dinge an:

  • Deine berufliche Qualifikation
  • Deinen Businessplan
  • Den Kapitalbedarf und wofür du ihn brauchst
  • Deine private Bonität
  • Ob du Sicherheiten einbringen kannst

Je besser du vorbereitet bist, desto höher die Chance auf eine Zusage.


2. Die wichtigsten Kreditarten für Gründer im Überblick

a) KfW-Gründerkredit – StartGeld

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet das bekannteste Kreditprogramm für Gründer.

  • Bis zu 125.000 Euro Finanzierung
  • Niedrige Zinsen und lange Laufzeit (bis zu 10 Jahre)
  • Auch ohne Eigenkapital möglich
  • Auch für nebenberufliche Gründungen nutzbar

Wichtig: Du brauchst einen Businessplan, eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau und musst den Antrag über eine Hausbank stellen.


b) ERP-Kapital für Gründung (eigenkapitalähnlich)

Dieses KfW-Programm ist besonders interessant, wenn du wenig Eigenkapital hast.

  • Bis zu 500.000 Euro möglich
  • 100 % Haftungsfreistellung für die Bank
  • Zinsgünstig und tilgungsfrei in den ersten Jahren

Auch hier gilt: Antrag nur über die Bank, gute Vorbereitung erforderlich.


c) Gründerkredit über die Hausbank

Manche Banken vergeben auch eigene Gründungskredite, unabhängig von der KfW.

Voraussetzungen:

  • Du bringst etwas Eigenkapital mit
  • Du hast einen überzeugenden Businessplan
  • Du kannst Sicherheiten vorweisen (z.?B. private Rücklagen, Bürgschaften)

Tipp: Persönlicher Kontakt bei der Hausbank kann helfen. Je besser dich der Bankberater kennt, desto besser stehen die Chancen.


d) Mikrokredite für Gründer

Wenn du nur eine kleinere Summe brauchst – zum Beispiel für Material, Technik oder die erste Website – kann ein Mikrokredit sinnvoll sein.

  • Kredite zwischen 1.000 und 25.000 Euro
  • Weniger bürokratisch als KfW
  • Oft schon mit wenigen Unterlagen möglich

Anbieter sind etwa das Deutsche Mikrokreditinstitut, Iwoca oder auxmoney.

Mikrokredite sind ideal, wenn du ohne Sicherheiten oder großes Startkapital loslegen willst.


e) Kreditplattformen (z.?B. auxmoney, Funding Circle)

Hier bekommst du deinen Kredit nicht von einer Bank, sondern von privaten oder institutionellen Investoren.

Vorteile:

  • Auch bei schwacher Bonität oder ohne Umsatz möglich
  • Weniger formale Anforderungen
  • Schnelle Entscheidung

Aber: Die Zinsen können deutlich höher sein als bei Förderkrediten. Und du musst dein Projekt gut erklären können.


3. Was brauchst du für einen erfolgreichen Kreditantrag als Gründer?

Auch wenn du noch keinen Umsatz hast, kannst du mit guten Argumenten überzeugen. Was zählt:

  • Businessplan: Klar strukturiert, verständlich und ehrlich. Zeige, wie du Geld verdienen willst, wer deine Zielgruppe ist, und warum deine Idee funktioniert.
  • Kapitalbedarfsplanung: Zeige auf, wie viel du wirklich brauchst und wofür genau (z.?B. Büro, Geräte, Marketing).
  • Umsatz- und Ertragsvorschau: Keine Luftschlösser, sondern realistische Annahmen für die nächsten 1–3 Jahre.
  • Lebenslauf und fachliche Qualifikation: Zeig, warum du der oder die Richtige für dieses Projekt bist.
  • Private Bonität: Gerade am Anfang zählt auch, ob du deine privaten Finanzen im Griff hast (z.?B. Schufa-Auskunft, Haushaltsrechnung).

4. Was tun, wenn die Bank ablehnt?

Es kann passieren – vor allem, wenn du noch keine Geschäftshistorie oder Sicherheiten hast. Aber es gibt Alternativen:

  • Bürgschaftsbanken: Diese übernehmen bis zu 80 % des Kreditrisikos, wenn dir Sicherheiten fehlen. Fast jedes Bundesland hat eine eigene Bürgschaftsbank.
  • Privatdarlehen: Vielleicht hilft dir jemand aus dem privaten Umfeld – mit klarer vertraglicher Regelung.
  • Crowdfunding: Falls du ein innovatives oder kreatives Projekt hast, kannst du über Plattformen wie Startnext oder Kickstarter starten.
  • Bootstrapping: Falls du keine Fremdfinanzierung bekommst, kann es sinnvoll sein, mit sehr geringem Startbudget zu starten und die Gewinne sofort wieder zu reinvestieren.

5. Fazit: Auch ohne Umsatz ist eine Finanzierung möglich – mit der richtigen Vorbereitung

Als Gründer einen Kredit zu bekommen, ist nicht unmöglich – aber du musst überzeugen.

Was wirklich zählt:

  • Ein durchdachter Plan
  • Realistische Zahlen
  • Eine nachvollziehbare Verwendung der Kreditsumme
  • Und im besten Fall: deine eigene Überzeugung und ein bisschen Hartnäckigkeit

Die Gründungsphase ist herausfordernd – aber mit den richtigen Finanzierungsbausteinen kannst du dein Unternehmen solide aufstellen.

Wie hast du deinen Start finanziert? Oder stehst du gerade am Anfang? Ich freue mich auf deine Erfahrungen.

Nebenerwerblich selbstständig – Welche Kredite kommen infrage?

Hallo zusammen, Alex hier. Viele starten ihre Selbstständigkeit erst einmal neben dem Hauptjob – aus Sicherheitsgründen oder um eine Geschäftsidee langsam wachsen zu lassen. Ich habe damals auch so angefangen: Abends und am Wochenende Aufträge erledigt, tagsüber im Bürojob.

Doch was tun, wenn man Kapital braucht, um das Nebengewerbe weiter auszubauen? Maschinen anschaffen, eine Website erstellen lassen oder einfach nur das erste größere Projekt vorfinanzieren? In diesem Artikel erfährst du, welche Kredite du als nebenberuflich Selbstständiger bekommen kannst, worauf du achten musst und welche Alternativen es gibt.


1. Was bedeutet „nebenerwerblich selbstständig“ überhaupt?

Nebenerwerblich selbstständig bedeutet: Du betreibst dein eigenes Business, hast aber noch eine Hauptbeschäftigung – meist in Festanstellung.

Typische Merkmale:

  • Du arbeitest weniger als 20 Stunden pro Woche im Nebengewerbe
  • Dein Haupteinkommen stammt aus deinem Angestelltenverhältnis
  • Du zahlst Einkommenssteuer auf beide Einkünfte

Gerade für Banken ist diese Kombination gar nicht schlecht: Sie sehen ein festes Einkommen plus zusätzliche Einnahmen. Trotzdem gibt es auch hier Besonderheiten bei der Kreditvergabe.


2. Welche Herausforderungen gibt es bei Krediten im Nebengewerbe?

So praktisch die Kombination aus Job und Selbstständigkeit auch ist – bei Krediten kann das zum Stolperstein werden.

Häufige Probleme:

  • Banken sehen das Nebengewerbe nicht als „vollwertiges“ Unternehmen
  • Die Einnahmen aus der Selbstständigkeit sind oft zu gering oder schwankend
  • Keine klare Trennung zwischen Privat- und Geschäftsausgaben
  • Fehlende Unterlagen wie Gewinnermittlung oder Buchführung

Oft hängt die Kreditvergabe davon ab, wie strukturiert du dein Nebengewerbe betreibst.


3. Welche Kredite eignen sich für nebenberuflich Selbstständige?

a) Ratenkredit als Privatperson

In vielen Fällen ist es einfacher, einen ganz normalen Ratenkredit zu beantragen – auf Basis deines Angestelltengehalts.

Vorteile:

  • Keine Geschäftszahlen notwendig
  • Feste Rückzahlungsraten
  • Gute Konditionen bei sicherem Arbeitsverhältnis

Voraussetzung ist allerdings, dass deine Bonität in Ordnung ist und dein Einkommen aus der Festanstellung ausreichend hoch ist.

b) Mikrokredite für Selbstständige

Wenn du den Kredit gezielt für dein Nebengewerbe einsetzen möchtest, kann ein Mikrokredit sinnvoll sein.

Merkmale:

  • Kreditbeträge von 1.000 bis 25.000 Euro
  • Für Investitionen, Betriebsmittel oder Marketing
  • Weniger strenge Anforderungen als klassische Bankkredite

Anbieter:

  • Deutsches Mikrokreditinstitut
  • Iwoca
  • FinTechs wie auxmoney

Hier solltest du ein klares Konzept vorlegen können, wie du das Geld einsetzt und zurückzahlst.

c) KfW-Gründerkredite

Auch für Nebenerwerbsgründungen gibt es Fördermöglichkeiten – zum Beispiel über die KfW.

Das Programm ERP-Gründerkredit – StartGeld ist auch für nebenberuflich Selbstständige möglich, wenn du später planst, in den Vollerwerb zu wechseln.

Wichtig:

  • Du brauchst einen Businessplan
  • Antragstellung erfolgt über deine Hausbank
  • Du musst glaubhaft darstellen, wie du das Geschäft entwickelst

Gerade wenn du mittelfristig die hauptberufliche Selbstständigkeit anstrebst, kann das der ideale Einstieg sein.


4. Was solltest du bei der Kreditbeantragung beachten?

a) Trennung von Privat und Geschäft
Auch im Nebenerwerb solltest du ein separates Geschäftskonto führen und Einnahmen sowie Ausgaben sauber dokumentieren.

b) Dokumentation vorbereiten
Bereite Unterlagen vor wie:

  • Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)
  • Übersicht der bisherigen Geschäftsentwicklung
  • Kontoauszüge, falls keine Buchhaltung vorhanden ist
  • Gehaltsnachweise deiner Festanstellung

c) Verwendungszweck klar angeben
Ob Website, Arbeitsmittel oder Lagerkosten – je konkreter du beschreibst, wofür du das Geld brauchst, desto größer die Chance auf Zusage.


5. Alternativen zum Kredit im Nebengewerbe

Nicht immer muss es ein Kredit sein. Es gibt auch andere Wege, dein Nebengewerbe zu finanzieren.

Leasing statt Kauf

Wenn du Technik, Ausstattung oder Fahrzeuge brauchst, kann Leasing eine günstige Alternative sein.

  • Keine hohe Anfangsinvestition
  • Feste monatliche Raten
  • Oft steuerlich absetzbar

Crowdfunding oder Vorverkauf

Wenn du ein Produkt oder ein kreatives Projekt planst, kannst du über Crowdfunding-Plattformen Kapital einsammeln.

  • Kapital ohne klassischen Kredit
  • Gute Möglichkeit, dein Angebot zu testen
  • Plattformen wie Startnext oder Kickstarter eignen sich gut dafür

Private Investoren oder Familie

Falls du im kleinen Rahmen starten willst, kann auch ein Darlehen aus dem privaten Umfeld sinnvoll sein – natürlich mit klarer Rückzahlungsvereinbarung.


6. Fazit: Auch im Nebengewerbe sind Kredite möglich – mit guter Vorbereitung

Ein Nebengewerbe ist kein Ausschlusskriterium für einen Kredit – ganz im Gegenteil: Die Kombination aus festem Job und selbstständigem Einkommen kann sogar ein Vorteil sein.

Wichtig ist:

  • Zeige, dass du dein Business ernst nimmst
  • Bereite deine Unterlagen professionell auf
  • Wähle den passenden Kredit – ob klassisch, gefördert oder alternativ

Gerade am Anfang solltest du keine riesigen Summen anstreben, sondern lieber klein starten und Schritt für Schritt wachsen.

Hast du dein Nebengewerbe schon einmal finanziert oder planst gerade den nächsten Schritt? Ich freue mich auf den Austausch.

Bis bald Alex