Hey, Alex hier. Heute geht’s ums Fotografieren – oder besser gesagt: um das, was zwischen Kamera, Kundenauftrag und Kontostand manchmal fehlt. Nämlich: Kapital. Denn ganz ehrlich, viele meiner Freunde und Bekannten in der Branche haben ein feines Gespür für Licht, Emotion und Bildkomposition – aber wenn es um Finanzen geht, ist schnell Schluss mit scharf.
Ich kenne das. Eine neue Kamera steht an, ein Studio soll gemietet werden, oder man möchte endlich mal in bessere Bildbearbeitungssoftware investieren. Nur: Das Konto sieht aus wie nach einem langen Festivalwochenende. Und die Bank? Die versteht selten, dass ein Shooting in Marrakesch mehr bringt als zehn Bewerbungsfotos im Hinterzimmer.
Aber ich kann dir sagen: Auch als kreative:r Fotograf:in bekommst du einen Kredit – du musst nur wissen, wie du dich und dein Business präsentierst.
Die Bank sieht kein Bild – nur Zahlen
Das ist oft das größte Problem: Deine Arbeit lebt von Emotionen, Ästhetik, Authentizität. Die Bank sieht aber keine Bildbände, kein Instagram-Feed, keine Ausstellungen – sondern fragt nach Einnahmen, Rücklagen und Steuerbescheiden. Wenn du dann sagst: „Ich arbeite an einem freien Projekt über urbanes Leben auf Sardinien“, lächelt der Berater milde und greift zum Ablehnungsformular.
Dabei steckt dahinter oft ein konkreter Plan. Vielleicht willst du ein Fotobuch veröffentlichen, dein Portfolio erweitern oder endlich dein Nebengeschäft mit Hochzeiten ankurbeln. Nur musst du das in Worte fassen, die auch jemand versteht, der keine Ahnung von Blende, RAW oder Bokeh hat.
Mein Tipp: Erzähl deine Geschichte – aber mit Plan
Ich habe mit Fotograf:innen gesprochen, die ihr Studio über einen Mikrokredit finanziert haben. Oder die ihre Kameraausrüstung nicht gekauft, sondern geleast haben – mit festen Monatsraten, planbar, steuerlich absetzbar. Andere haben sich ein Jahr Zeit genommen, um sich ein zweites Standbein aufzubauen: Presets verkaufen, Workshops anbieten, Online-Kurse drehen.
Manche sind über Plattformen gegangen. Auxmoney zum Beispiel. Da entscheiden Menschen – nicht Algorithmen. Da zählt dein Vorhaben. Deine Leidenschaft. Dein bisheriger Weg. Das klappt nicht immer sofort, aber wenn du ehrlich, konkret und sympathisch erklärst, warum du was brauchst, hast du gute Chancen.
Investition in sich selbst – nicht in Luftschlösser
Ich sag dir aber auch: Nicht jeder Kredit macht Sinn. Wenn du das Gefühl hast, dass du gerade nur Geld brauchst, um ein paar Lücken zu stopfen, ohne Plan, wie’s weitergeht – dann lass es lieber. Dann ist vielleicht eine Auszeit, ein Coaching oder ein Tapetenwechsel sinnvoller.
Aber wenn du genau weißt, was du willst – z.?B. deine Marke ausbauen, gezielt Kund:innen ansprechen, mehr Unabhängigkeit durch eigene Projekte – dann ist ein Kredit ein Werkzeug. Kein Allheilmittel, kein Zaubertrank. Aber ein sinnvoller Schritt.
Fazit aus meiner Sicht
Fotografie ist kein Hobby mehr, wenn du davon leben willst. Dann ist es ein Business. Und als Business darfst du dir erlauben, in dich zu investieren. Technik kostet. Räume kosten. Zeit sowieso.
Aber: Gute Vorbereitung, ein klarer Fokus und ein bisschen Finanzwissen machen dich nicht weniger kreativ – im Gegenteil. Sie machen dich frei. Und Freiheit ist vielleicht das beste Licht für alles, was du tust.
Ich freu mich, wenn du mir von deinem Weg erzählst. Ob du schon einen Kredit genutzt hast, noch am Überlegen bist oder ganz andere Erfahrungen gemacht hast – schreib mir. Ich bin gespannt.